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... there's hell in hello, but more in goodbye ...
31 December 2007 @ 01:13 am
jetzt ist grad showdown.
bei den transformers, nämlich.
ich schaute vorhin video kings, mit bela b. und anderen, als schauspieler, da drin.
und jetzt gerade transformers.
und der junge muss gerade einen würfel irgendwohin bringen, und um ihn herum explodiert alles, und die lieben transformers kloppen sich mit den bösen, aber man erkennt gar nicht, wer wer ist, nur, dass die lieben ein bisschen bunter sind.
ich versteh das alles nicht.
wenn die transformers sind, können die sich doch in alles transformieren, was die wollen.
oder nicht?
oder gab es mal, bei erdenankunft, so eine art prägephase, wo sich dann der eine entschlossen hat ein lkw zu sein, ein anderer ein rennwagen, und so weiter. total langweilig.
gar kein richtiges creature-bombast-kino.
wegen diesem organizitäts-monster-ding fand ich ja jurassic park, teil 1, so ziemlich spitze. sowieso; der kam ja grad die tage in den dritten programmen. und jeff goldblum ist, ja sowieso, und dort, mit seinem chaostheorie-spleen, eh ganz superschau.
und jetzt ist der transformersfilm eben, kurz vor schluss, abgestürzt.
tja. werde ich wohl nie erfahren, WIE die guten gewinnen, denn, DASS sie gewinnen, ist bei michael bay doch immer so. ich frage mich, was DER für eine type ist. ein seltsamer patriot, mit so begrenztem humor, scheint mir. aber immerhin, hat er dem präsidenten der vereinigten staaten in diesem film hier, rote socken spendiert. die waren auch alles, was man von ihm sah. und con air und the rock fand ich damals eigentlich sogar recht amüsant, und hatte die sogar auf video.
ihr arthaus-nudeln!
da fällt mir ein, ich habe noch permanent vacation hier - ungesehen!
und noch 2 flaschen wein, und eine flasche sekt, die ich übermütigerweise in den einkaufskorb tat, als ich mit eltern einkaufen war.
ich hasse sekt, oder werde zumindest ganz seltsam davon.
den mondmann habe ich auch da - länger nicht mehr gesehen.

und eben gerade chattete mich f. an. ich sei ein frauenheld, meinte er.
komisch, wie wahrnehmungen so extremst divergieren können.

ihr habt doch alle schon im buddelkasten doktor gespielt ... oder lieg ich da auch schon wieder falsch?
ein ganz urtümliches feindbild von mir -...- so leute mit "erfolg" auf der stirn geschrieben. vielleicht aus neid, aber eher aus argwohn.

es wohnt vielem, was einem so vorgedroschen wird, so viel falschheit, so viel verzweifeltsein auch, inne.

ich staubsaugte heute küche und flur, was ja beides eines ist, und das bad. staubsaugen ist ja wie malen eigentlich auch. vielmehr wie radieren noch. man sieht - wenn man seine wohnung vorher ordentlich verdrecken ließ - so herrlich den fortschritt, das ergebnis. die kreation. unter staub-grau melierten fliesen tun sich dann weißtöne auf, und alles sieht so anders aus. so, dass man alle halbe stunde mal wieder durch flurküche und bad schleicht, um das neue wohngefühl zu erforschen. es hält aber nicht lang, diese wohnbegeisterung.
denn was ist schon wohnen.
nicht vielmehr als da sein, in seiner wohnung.
ja bitte und?
siehste!

die flasche wein, mit der ich badete, ist nun auch gleich leer. dabei wollte ich doch früh raus, in den stadtmorgen spazieren.

schönes wort, oder?
stadtmorgen.
ich würde mich freuen, wenn ich das in einem buch läse.
aber nein, die heren literaten-fucker kommen da von selbst nicht drauf, und so muss man sich selbst immer eigen-kreativ sein.
gähn.

ich brauch neue inputs und leute in und auf der friendsliste.


ihr seid alle schön.
 
 
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18 December 2007 @ 11:48 am
ich glaub ich geh jetzt mal zur uni.
ich muss fast selbst ein wenig lachen.
bestimmt gabs irgendwelche hausaufgaben.
und es wird so grellhell da sein.
und so voll.
und ich werde stinkschwitzend da ankommen, mit meiner menschenpanik.
und sicher sofort wieder aus dem raum stürzen.
es-ist-so-absurd.
sperr mich doch mal endlich jemand ein.
aber ich muss schließlich noch mein rad vom bahnhof holen.
das steht da noch vom wochenende.
und ist nicht mal meines.
nur geliehen.
here we go.
latsch latsch.
in die stadt stadt.

aber mir ist zu hause grad wirklich furchtbar langweilig.

entschuldigungen gehen übrigens an alle raus, die ich am wochenende mit meiner abgewracktheit belästigt habe. laber laber ... man man man.
 
 
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30 November 2007 @ 01:01 pm
beim arzt gewesen.
krankschreibung.
schlaftabletten.
wieder sagte sie: kein wunder, sie sind ja vegetarier!
jetzt essen, dann schlafen.
blöderweise dann nachts aufwachen und die scheisse mit dem a-rhytmus geht von vorne los.
eigentlich aber sollte ich bis morgen mittag durchschlafen, müsste ich.
nach vielleicht 10 stunden schlaf in 6 tagen...

irgendeine geile sau hat my own private idaho komplett bei youtube reingestellt. zieht's euch rein, ihr checker.

yeah!

--> vorm schlafengehen noch einen extremst debilen eintrag schreiben (mit pfeilen und komischem wortgebahren, und:

^^

(das sind augen, hat man mir gesagt ... ich kenn ja nur die smileys und emoticons auf web0.5 zeiten)

tablette ist genommen, und ich freu mich wahnsinnig auf den schlaf. ich hoffe das klappt alles. ich höre valium-musik dazu.

wünscht mir schöne träume, ihr tweeties!

(man bin ich mir grad unsymphatisch, und fast ein wenig übermütig, in anbetracht dieser vielleicht ja bevorstehenden auf- und auslösung meines desolaten zustands - durch die beste medizin der welt:

der liebe gute schlaf)

ey, und die schweine auf arbeit sollen doch selber arbeiten, ich bin untauglich, die fucker da, ey!

oah.

jetzt aber:

der
liebe
gute
schlaf.

ich bin so aufgeregt, wie, wenn man das erste mal neue drogen nimmt. ich warte darauf, dass etwas passiert, dass sich so eine wattigkeit in mir hochbauscht. ich leg mich lieber schnell, sonst fall ich vom stuhl.
 
 
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19 November 2007 @ 07:58 pm
einsamkeit, und ich will breakfast on pluto wieder sehen. jetzt sofort.



und irgendwann werd ich auch als goofy oder sowas im disneyland oder sowas arbeiten.
 
 
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16 November 2007 @ 02:14 pm
man schafft ja nüscht!
man schafft ja nüscht vor die ah-beit!

13 stunden schlief und träumte tolle sachen.
einmal von einem ganzen stapel absolut wertig aufgemachter musiken. so viel liebe zum layout, zur aufbereitung, zu systematischem mehrwert. das eine war eine art dvd oder so, die musste man sich noch selbst zusammenfalten, anhand einer liebevoll gemachten anleitung, und der einen, so einer 3-zoll-cd, lag eine schokolade bei, und wieder der anderen "vö", wie "wir" ja interna sagen, lag irgendwas ganz abstruses, das sowas wie "J°OB" oder so hieß, so ein, nach einem steckkastensystem selbst zu bastelnder musikplayer mit klinkenstecker-anschluss. ich glaube das war alles sowieso heisser japan-import-scheiss, in meinem traum da. so bunt auch alles.

dann träumte ich von, i.w.s. kann man das wahrscheinlich reisen nennen. irgendwas mit schiffen schon wieder. und eine zugfahrt, auf der ich den, meines reiseziels angemesseneren bahnhof verpasste, und die nächste station, sie hieß "jochen", nicht abwarten wollte, und so beschloss, mich und mein gepäck, was ziemlich viele einzelstücke waren, aus dem zug zu werfen, was mehrmals ordentlich schief ging, woraufhin ich den traum mehrmals zurückspulte, und immer wieder eine optimale absprungstelle abzuwarten versuchte.

irgendwann dann stand ich auf, ausgeträumt, machte mir einen kaffee, der bis tassenrand voll, und somit nicht in mein zimmer tragbar war. was mich ärgerte, weil ich in mein zimmer wollte, weil da die musik und das ganze morgendliche tamtam so abging - erstmal ne runde blöd im netz surfen. und so einen heissen kaffee kann man ja auch nicht einfach schnell mal abtrinken. also beschloss ich zu kleckern; und kleckerte den ganzen weg in mein zimmer voll, und wischte dann empört und im bademantel die strecke zurück.

in aller hektik jetzt einkaufen zu gehen, ungeduscht und noch ganz verschlafen - mag ich nicht. muss ich also - nach der arbeit, um 21 uhr, noch zum bahnhof latschen und beim rewe einkaufen.

arbeit gestern ging so, ich war nur höllisch verkatert. und mir schräg gegenüber saß so ein mädchen, extremst aufgedonnert, mit lollipop-mund und riesigen titten, über die sich ein weisses t-shirt spannte, und die von einem halboffenen jäkchen so irgendwie eingerahmt wurden, und in denen sich manchmal mein blick verhedderte. und jeder idiot erkennt, wenn jungs auf titten gaffen. zur feldforschung gehe man einfach mal in irgendeinen "club" oder ähnliches.

dieses mädchen machte so nebenbei immer mathe-hausaufgaben und war wahrscheinlich erst 16 jahre alt oder so, was mir, mit meinem nicht gerade von frühsexueller selbstverständlichkeit geprägten weltbild ja verwirrung bereitet, weil ich, es ist ja auch schon länger her, so bisschen naiv glaube, dass die jugend doch mit 16 noch im buddelkasten und mit matchbox spielt - und nicht wie pornostars mit blasemund und atombrüsten hausieren geht.
 
 
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16 November 2007 @ 02:14 pm
man schafft ja nüscht!
man schafft ja nüscht vor die ah-beit!

13 stunden schlief und träumte tolle sachen.
einmal von einem ganzen stapel absolut wertig aufgemachter musiken. so viel liebe zum layout, zur aufbereitung, zu systematischem mehrwert. das eine war eine art dvd oder so, die musste man sich noch selbst zusammenfalten, anhand einer liebevoll gemachten anleitung, und der einen, so einer 3-zoll-cd, lag eine schokolade bei, und wieder der anderen "vö", wie "wir" ja interna sagen, lag irgendwas ganz abstruses, das sowas wie "J°OB" oder so hieß, so ein, nach einem steckkastensystem selbst zu bastelnder musikplayer mit klinkenstecker-anschluss. ich glaube das war alles sowieso heisser japan-import-scheiss, in meinem traum da. so bunt auch alles.

dann träumte ich von, i.w.s. kann man das wahrscheinlich reisen nennen. irgendwas mit schiffen schon wieder. und eine zugfahrt, auf der ich den, meines reiseziels angemesseneren bahnhof verpasste, und die nächste station, sie hieß "jochen", nicht abwarten wollte, und so beschloss, mich und mein gepäck, was ziemlich viele einzelstücke waren, aus dem zug zu werfen, was mehrmals ordentlich schief ging, woraufhin ich den traum mehrmals zurückspulte, und immer wieder eine optimale absprungstelle abzuwarten versuchte.

irgendwann dann stand ich auf, ausgeträumt, machte mir einen kaffee, der bis tassenrand voll, und somit nicht in mein zimmer tragbar war. was mich ärgerte, weil ich in mein zimmer wollte, weil da die musik und das ganze morgendliche tamtam so abging - erstmal ne runde blöd im netz surfen. und so einen heissen kaffee kann man ja auch nicht einfach schnell mal abtrinken. also beschloss ich zu kleckern; und kleckerte den ganzen weg in mein zimmer voll, und wischte dann empört und im bademantel die strecke zurück.

in aller hektik jetzt einkaufen zu gehen, ungeduscht und noch ganz verschlafen - mag ich nicht. muss ich also - nach der arbeit, um 21 uhr, noch zum bahnhof latschen und beim rewe einkaufen.

arbeit gestern ging so, ich war nur höllisch verkatert. und mir schräg gegenüber saß so ein mädchen, extremst aufgedonnert, mit lollipop-mund und riesigen titten, über die sich ein weisses t-shirt spannte, und die von einem halboffenen jäkchen so irgendwie eingerahmt wurden, und in denen sich manchmal mein blick verhedderte. und jeder idiot erkennt, wenn jungs auf titten gaffen. zur feldforschung gehe man einfach mal in irgendeinen "club" oder ähnliches.

dieses mädchen machte so nebenbei immer mathe-hausaufgaben und war wahrscheinlich erst 16 jahre alt oder so, was mir, mit meinem nicht gerade von frühsexueller selbstverständlichkeit geprägten weltbild ja verwirrung bereitet, weil ich, es ist ja auch schon länger her, so bisschen naiv glaube, dass die jugend doch mit 16 noch im buddelkasten und mit matchbox spielt.
 
 
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16 November 2007 @ 02:14 pm
man schafft ja nüscht!
man schafft ja nüscht vor die ah-beit!

13 stunden schlief und träumte tolle sachen.
einmal von einem ganzen stapel absolut wertig aufgemachter musiken. so viel liebe zum layout, zur aufbereitung, zu systematischem mehrwert. das eine war eine art dvd oder so, die musste man sich noch selbst zusammenfalten, anhand einer liebevoll gemachten anleitung, und der einen, so einer 3-zoll-cd, lag eine schokolade bei, und wieder der anderen "vö", wie "wir" ja interna sagen, lag irgendwas ganz abstruses, das sowas wie "J°OB" oder so hieß, so ein, nach einem steckkastensystem selbst zu bastelnder musikplayer mit klinkenstecker-anschluss. ich glaube das war alles sowieso heisser japan-import-scheiss, in meinem traum da. so bunt auch alles.

dann träumte ich von, i.w.s. kann man das wahrscheinlich reisen nennen. irgendwas mit schiffen schon wieder. und eine zugfahrt, auf der ich den, meines reiseziels angemesseneren bahnhof verpasste, und die nächste station, sie hieß "jochen", nicht abwarten wollte, und so beschloss, mich und mein gepäck, was ziemlich viele einzelstücke waren, aus dem zug zu werfen, was mehrmals ordentlich schief ging, woraufhin ich den traum mehrmals zurückspulte, und immer wieder eine optimale absprungstelle abzuwarten versuchte.

irgendwann dann stand ich auf, ausgeträumt, machte mir einen kaffee, der bis tassenrand voll, und somit nicht in mein zimmer tragbar war. was mich ärgerte, weil ich in mein zimmer wollte, weil da die musik und das ganze morgendliche tamtam so abging - erstmal ne runde blöd im netz surfen. und so einen heissen kaffee kann man ja auch nicht einfach schnell mal abtrinken. also beschloss ich zu kleckern; und kleckerte den ganzen weg in mein zimmer voll, und wischte dann empört und im bademantel die strecke zurück.

in aller hektik jetzt einkaufen zu gehen, ungeduscht und noch ganz verschlafen - mag ich nicht. muss ich also - nach der arbeit, um 21 uhr, noch zum bahnhof latschen und beim rewe einkaufen.

arbeit gestern ging so, ich war nur höllisch verkatert. und mir schräg gegenüber saß so ein mädchen, extremst aufgedonnert, mit lollipop-mund und riesigen titten, über die sich ein weisses t-shirt spannte, und die von einem halboffenen jäkchen so irgendwie eingerahmt wurden, und in denen sich manchmal mein blick verhedderte. und jeder idiot erkennt, wenn jungs auf titten gaffen. zur feldforschung gehe man einfach mal in irgendeinen "club" oder ähnliches.
 
 
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15 November 2007 @ 03:14 pm
ach, nein, kacke, ui, ich trank natürlich mal wieder bis 6 morgens, obwohl um halb 2 daheim. vollgekladdert mit tapetenkleister, vom plakate kleben. weil wir sind ja eine engagierte jugend hier, gell? die after show zu dem ostpunk film war ein totaler reinfall, und also stellte ich nur den kleber-eimer dort ab und latschte heim.
traf meinen mitbewohner im schlafanzug und wir plauderte kurz. er war auch im kino, aber er sah sich "beowulf" oder so ähnlich an. irgendso überkandidelter halb-mythologischer fantasy-kram, ist das, glaub ich, aber weiss ich nicht.
im saufen dann, wurde ich sentimental und hörte musik der letzten jahre. wilco, märz, so kram.
in ein-dreiviertel stunden muss ich arbeiten.
ich freue mich momentan auf nichts mehr, als danach nach hause zu kommen, ein bad zu nehmen, und vielleicht höchstens eine flasche wein zu trinken. aber eigentlich läge mir gerade nichts ferner als alkohol zu mir nehmen zu wollen.
ich hab nichts so recht, das ich anpacken will und könnte. kein projekt aus leidenschaft. mir ist langweilig.
eine pizza äß ich jetzt gern. aber ich kann mir ja nur toast mit toast leisten. gestern die zwei auswärts-bier, waren schon fatal.

also, liebe leute, seid immer brav zu euren eltern und studiert ganz fleißig, oder was ihr auch immer so für quatsch treibt, dann wird alles gut, und ihr werdet eine heile existenz führen.

kranke beatles-coverversion auf deutsch läuft hier grad.
 
 
... there's hell in hello, but more in goodbye ...
09 November 2007 @ 01:40 pm
total durch.
eben, als ich in unserer flurküche stand, die in einer ecke, da wo die spüle und der wasserkocher und so sind, recht dunkel ist, weil es ja nun, in dieser jahreszeit, auch draussen recht dunkel ist, umfing mich eine brüllende friedlichkeit, ein bisschen so wie vorweihnachtliches plätzchenback-idyll.

als ich heute morgen um 5 heimkam, versuchte ich noch zu schreiben, und gar zu lesen, generell auch zu surfen, im internet, aber es ging tatsächlich schlicht und einfach nicht.
ich bin aus der übung.

die moulinettes gehen mir gerade ordentlich auf den zeiger.

ein bisschen ist meine gemütliche verfassung gerade so, wie letztens, als t. mich besuchte, und um 17 uhr an der tür klingelte, und ich selbst erstaunt war, dass ich aufwachte, und nicht einfach für ewig wegschlief; ich öffnete also die tür, im bademantel, absolut völlig zugerichtet, von der vorhergehenden nacht, die sich bis in den mittag hineinzog, und wir lagen, ein bisschen redend, sofern das mir eben möglich war, auf meinem bett, und streichelten uns die hände, und hörten das "roman candle"-album von elliott smith, das ich bis dahin immer maßlos unterschätzt und als so eine art nichts-halbes-und-nichts-ganzes-ep abgestempelt hatte, denn die hälfte der lieder hat keine namen und es wirkt alles so bisschen unentschlossen - aber nur auf der tracklist.

nun gerade läuft hier übrigens johnny cashs version von der policen ihrem "i hung my head", die ähnlich funktioniert, wie seine one-version und die von bonnie prince billys "i see a darkness"... dicke, schwere, offene, raumgreifende klavierakkorde, hingeprankt, und ... nichts ist dümmlicher als über musik zu schreiben - jetzt jedenfalls gerade.

draussen regnet es, autos parken, wie von selbst in parklücken, köpfe darin geben sich umsichtig.
ich würde gern die vorhänge aus den fensterrahmen nehmen, aber ich bin im bademantel und sehe generell nicht unbedingt vorzeigbar aus, und wohne hochparterre und bin beobachtbar für alle fussgehenden passanten, und für die einwohner gegenüb so-wie-so.

mein mitbewohner kam gestern, so gegen 11 uhr abends heim, und ich war schon ein wenig betrunken, vom baden mit bier, und energetischer soul-musik von gladys knight und den impressions, und fiel ihm in so einer art euphorie ein wenig entgegen und wir rauchten zusammen paar zigaretten.

etwas übermütig ging ich dann gegen eins nochmal in die stadt, und traf leute, und wir exzessierten uns wild durch diverse kneipen und die nacht. in der letzten kneipe spielten wir dann wahrheit oder pflicht, in so einer art amateurversion, für leute nur noch mit restverstand. ich bepflichtete meinen nachbarn mit knutschereien, weil ich das gefühl hatte das sei angemessen, und man sieht so quatsch ja immer in so biederen college-humor-vorabend-serien, und natürlich sind knutschereien generell dann doch immer nett und also eine tolle pflicht für dieses spiel; und wurde selbst damit bepflichtet in ein kondom zu ejakulieren und das dann vorzuzeigen. woraufhin ich tatsächlich in der lokalität paar leute, auch recht irritierte damen, nach kondomen befragte, keines fand - und sowieso da nicht reingewichst hätte. als alternativ-pflicht wurde mir aufertragen die leute am pokertisch anzuschwulen. was ein wenig brenzlig war, da die doch einen latent homophoben eindruck machten, und ich dann jedenfalls letztenendes zwei von denen ein bisschen ungeschickt herzte.

mit zwei schwulen jungs, schon stück was älter, aber immer auch irgendwie unterwegs, unterhielt ich mich kurzzeit über syd barrett, wisconsin, da kommt der eine nämlich her, und andere drolligkeiten. die sind seit 14 jahren zusammen, und in ihrem selbstverständlichem miteinander ein angenehmes licht im doch manchmal herrschenden kleingeist-szenario in dieser stadt. grad an der uni frontiert einen ja zuweilen ganz und gar grässlich-dämliche borniertheit. wir unterhielten uns auf englisch, und ich wollte dauernd irgendwas mit "cute" sagen, weil die das beide eben einfach sind.

und-so-ging-das-dann-also-alles-irgendwie-weiter, und ich nehme das ja, wie hier oder andernorts geschildert, mit kindlicher naivität alles wahr, nach meinem krankheitsbedingten ausfall.

jetzt kaffee, hot chip remixen matthew dear in superzärtlicher, repetitiver instrumental-version, und eine stille, nasse welt vorm fenster.

sehr superschau.

((ansonsten: lebe ich das experiment blog, und treibe den privatistischen irrsinn da auf die spitze - weil, schon seltsam, so öffentlich, ein blog.

und ich bin jetzt auch am sampeln.))
 
 
 
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06 November 2007 @ 08:43 pm
soll-ick-jetz-n-kohlrabi-essn?

ich kaufte mir zwei stück davon. weil hoher vitamin-c-gehalt, und 29cent, statt 77, ein stück davon.

als ich kürzlich im radio, irgendwelchen sendungsvor-, oder nachbereitenden kram machte, lag auf dem schreibtisch der sendeplan einer anderen sendung, ich überflog den beiläufig, recht sinnesabwesend, und die buchstaben machten allesamt keinen sinn. ich rätselte, was z.b. "chader jeborn, caucer jestobn" heissen könne, und welche fremdsprache das sei. irgendwann wurde mir gewahr, dass das wohl hieße, dass irgendwer geboren, und irgendwer gestorben sei. das sollte so als tagesaktuelle informationen in diese jene sendung wohl mit einfließen. und ich bin mir ziemlich sicher, dass das ein sendeplan von g. war. er ist so dieser berlin-boy, so ein hautzbautz-ick-höre-seeed-und-schreibe-alles-so-wie-ichs-spreche-kollege.

ich kam mir regelrecht alt, und vor allem altklug vor.
und das passiert mir immer häufiger, dass ich das alles nicht mehr verstehe, was die jungen leute, das geht schon bei 3 jahren unter meinem eigenen alter los, so machen und sagen und denken.

heute abend findet hier die "philologenparty" statt. in diesem club, wo es nur kleines bier gibt, und wo man nicht wieder reindarf, wenn man einmal rausgeht. so ein club mit hässlicher bis gehässiger besucherpolitik. und man darf natürlich nicht denken, dass das ein treffen sprachbeflissener und sprachversierter leute ist. die tanzen da limbo! und trinken tequila! und ihre haare sehen aus, als hätte man da rein-ejakuliert.
nun ist es aber so, dass ich auf der gästeliste stehe, und nun wirklich mal wieder raus will. und versuche mich gerade zu betrinken, was ich früher sehr gut konnte, also vor meiner zehrenden krankheit in den letzten 2 wöchelchen, und jetzt, nach der halben flasche wein, die noch so offen war, und dem ersten bier, ist mir ganz seltsam, und ich fühl mich ganz still in meinem rausch. so den quatsch veranstalten, wie man das ja betrunken manchmal macht - das liegt mir grad sehr fern. ich glaube ich muss mich schockartig ins delirium trinken.

ausserdem plagt mich ein völlegefühl. von meiner einen mahlzeit vorhin.
und deshalb bin ich unschlüssig, ob der kohlrabi obenrauf jetzt klug wäre.
zumal bier und kohl ganz komische düfte ergeben, wenn man dann aufstößt.

ich komme irgendwie nicht mehr recht auf den damm.
ich bin dauernd müde und alles ist so gedämpft.

vorhin, im radio, war a.p. auch da, und ich soll und will ja für sein magazin.. und, wir benehmen uns beide immer seltsam krampfig, was urst lustig ist, und was mich den ganzen heimweg, laufend, kichern gemacht hat. auch so ein restfieberwahnsinn noch.
 
 
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03 November 2007 @ 11:48 am
gestern, im netto, an der kasse, ich natürlich wieder, weil ist schließlich kalt draussen, mit meiner "ein herz für kinder"-mütze auf dem kopf, es war noch eine kundin vor mir, so eine kleine zusammengeschrumpfte alte frau mit gar lieblichem gesicht, sie kaufte sich ein nähkästchen, so eins, das man ausklappen kann, kennt man, und da war ein gelber aufkleber drauf, sonderpreis "2.00", und ich wollte dann natürlich auch so ein nähkästchen haben, nicht weil ich ein schnäppchenjäger bin, der palettenweise katzenfutter kauft, weil es grad im angebot ist, obwohl eigentlich hundebesitzer, sondern weil ich, glaube ich, ein freund onorthodoxer [jetzt neu: für moritz auch mit "u" - un-or-tho-dox natürlich.] aufbewahrungsgefäße bin. zumal ich solcherdinge eigentlich kaum welche habe, aufbewahrungsgefäße. ich habe ohnehin nicht viel zum aufbewahren - das latente nomadentum in mir.
jedenfalls also stürzte und wühlte ich mich, durch die wirklich lange schlange hinter mir und irrte durch den netto-laden, an den wühltischen entlang, und hielt ausschau, wo und ob es denn noch so ein neckisches nähkästchen gäbe, unter diesem irrsinnigen druck, dass ich und mein geld gleich an der kasse gefordert werden, und die kassiererin mit den schlangenvorderern bestimmt schon superdämlich sich am süßwarenregal vorbeibeugen und blöde in den saal glotzen, und tuscheln, wo denn dieser junge mann sei, der da nicht viel mehr als bier und toast aufs fließband gelegt hat. ich fand kein nähkästchen und stolperte hastig zurück zu kasse, und ärgerte mich. dachte mir aber auch: was hätte ich denn da auch reintun sollen, in dieses kästchen?
trotzdem wird meine tagesaufgabe heute sein, nochmal in den netto zu latschen, und...
 
 
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29 October 2007 @ 04:59 am
sonntag morgen:

natürlich bin ich seit 6 uhr schon wieder wach und auf. den beinen z.b.
ich trinke kannenweise schwitzkur-tee und pottweise espresso. man könnte einen eimer unter mich drunterstellen und aus dem destillat biochemische waffen herstellen.
darf ich jetzt wieder bier trinken, wo ich doch gestern meine letzte antibiotika-pille nahm?
ich bin immer noch wahnsinnig krank, aber ich glaube es gleitet jetzt so langsam in eine mittelstarke erkältung hinüber, d.h. die grippesymptome verringern sich.

mein übernachbar, bei dem ich mich ins wlan einklinken durfte, und der eher den äußerlichen eindruck eines fleißbewussten studenten machte, er meint er schrübe gerade an seinem staatsexamen oder sowas, rumpelt die ganze nacht, bis 4-5 uhr morgens, da oben umher. und ich lieg dann rücklings da, und male mir im kopf seine wege nach. riesen party steigt da bei dem alleine, jede nacht.

ich habe mir einen james bond film ausgeliehen. bei diesen filmen ist es immer so, dass ich nicht weiss, welchen ich davon schon einmal gesehen habe. ich habe "der spion der mich liebte" entliehen. ich müsste jetzt nachschauen, mit welchem bond der überhaupt ist.
was mich aber bei james bond immer irgendwie anekelt, sind die kussszenen, generell, wenn er mit frauen zugange ist. ich glaube keiner der bond darsteller sieht beim küssen gut aus. mit nassen lippen und lappiger zunge wird da im mund der frau gefuhrwerkt, als sei das nichts weiter als eine fressluke.


montag morgen, 5 uhr:

ich schaffte es tasächlich den gestrigen tag KOMPLETT vor dem pc zu verbringen, unterbrochen von zweimal baden, wodurch meine haut nun extremst gelitten hat, im gesicht, und manchmal was essen.
vielleicht auch deswegen, fühlt sich mein körper nun wieder eher alles andere als gesund an.
blöderweise sollte ich mich gegen 7 uhr beim arzt vorstellig machen. zur antibiotika-nachkontrolle. sollte ich mich gleich nochmal hinlegen, lasse ich das gepflegt sein.
um 18 uhr interview mit herrn volkmann, und ich habe eigentlich keine lust über r.a.f.-gedöns zu reden, obwohl deren album ja offensichtlich sich recht großspurig damit befasst. auf so "eine goldige art", wie er bei undertube sagt. mir scheint das zwar alles eher extrem hohle phrase zu sein, aber wer trifft heute überhaupt noch politische aussagen, in musik...

ich brauche unbedingt geld. ich will einkaufen gehen, platten, die so obskur sind, dass sie nicht mal im obskuritätenfach in second-hand-läden zu finden sind. das inetrnet ist diesbezüglich ja ein riesengroßer dschungel, und ich verbringe schon jahre damit, mich da durchzuschlagen. und es ist immer wieder schön, wenn man dann mal wieder auf was wirklich weirdes, herausragendes, weil z.b. seiner-zeit-vorraus, oder sonstwie genialisch ist. ich sollte mal wieder spike jones hören.

und immer immer wieder komm ich auf den rocky horror show und tim curry trichter.



ist er nicht süß!

als kind hab ich da immer bisschen geweint, glaub ich.
ich schrieb davon schon häufig dauernd oft, glaub ich.
diese live-version kannte ich noch nicht.
 
 
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27 October 2007 @ 08:04 am
es wurde dann, nachdem ich mich nochmal hinlegte, nach dem kurzen internet-intermezzo, mit dem schlafe nichts. mein mitbewohner fing ab halb sieben in der küche zu rumoren an. ich mutmaßte, dass er nun auch krank sei, und innernachts eine geheime gesundungs-prozedur betrieb (schepper, klirr, knartz, gluppglupp), oder, dass seine klausuraufsicht, die er zu tätigen hatte, schon um 8 uhr in samstäglich-fieser frühe, stattfinden würde. viertel vor 8 fiel die haustür ins schloss.

und ich stand auf, und im bademantel vor dem kühlschrank, der sich, während meines tagübergreifenden schlafes, wie von zauberhand gefüllt zu haben schien. es standen ökomilch, ayran und englische orangenmarmelade darin. ich, krank und miefig, wie ein dreckiger kobold, konnte es mir nicht verkneifen vom ayran zu kosten, weil willentlich und bewusst tat ich das bisher nie. es mundete mir gar ein wenig. doch lieber mag ich dann doch das ganze lassi-sortiment.

und während ich mit zitronen schälte, schnitt und schredderte, um sie mit honig und heissem wasser aufzugießen, und mir nebenher einen espresso brühte, und es draussen hinterm fenster still war, und langsam hell wurde, dachte ich an meinen finanzielle lage, und dass sie mich eigentlich nicht weiter stört, nur, dass ich mir eben so sachen wie mango-lassi, pinienkerne und tofu, mit denen ich noch vor einem jahr nachmittage und abende, kochenderweise, manchmal, und dann genussvoll und ausgiebig zelebriert, dass ich mir all das z.zt. nicht leisten kann, bzw. leisten sollte.

für fuselwein und pissebier reichts trotzdem immer irgendwie.

und keine musik passte besser in diesen samstagmorgen, an dem vor meinem hochparterrefenster leute, von den parties kommend, noch irgendwohin, oder ins bett ziehen.



ist es normal, dass open-office so unfassbar viel arbeitsspeicher wegnimmt?
oder ist es heutzutage unnormal 256 mb davon zu haben? ich meine, immerhin dreistellig...

ach und o2 schickte mir eine sms, dass mein handy wieder entsperrt sei.
was nicht daran, dass ich etwaige schulden beglichen, sondern lediglich vielleicht daran, dass ich endlich meine adresse aktualisiert habe, liegen kann.

und jetzt warten auf zehn uhr, bis die bibliothek öffnet.
danach kauf ich ganz viel frisches gemüse (tät ich dies abends wärs allerdings billiger, schön rucola für fuffzig cent und so...) und mache mir eine frisches-gemüse-pfanne mit reis. ganz heiss und duftig und ganz gesund.
 
 
... there's hell in hello, but more in goodbye ...
27 October 2007 @ 04:40 am
man soll ja viel schlafen, wenn man krank ist. das mache ich auch. und bin gerade inmitten meiner antibiotika-kur. d.h. kein alkohol.
und pampelmusen, frisch geschredderte (wir haben keine presse) heisse zitronen und so anderes obstzeug, was ich ganz nett finde, so spare ich mir so dickmachessen, denn ich habe das gefühl ich lege z.zt. zu. das mag auch daran liegen, dass meine tägliche ernährung nicht mehr nur aus saufen und rauchen und vielleicht mal zwei stullen besteht.
nun, da ich aber gestern gegen halbvier nachmittags mich ins bett legte, und bis jetzt, kurz vor 5 am samstagmorgen, schlief, überkommt mich schon bisschen heisshunger auf alles mögliche. was vielleicht ein gutes zeichen auch ist. mein fiebriger körper (seitdem ich von zuhause ausgezogen bin, besitze ich kein fieberthermometer, wie z.b. auch keine zitronen-o.-ä.-presse, auch pflaster sind bei mir zumeist klopapier und paketklebeband), mein fiebriger körper arbeitet folgbar also, und verbrennt ressourcen und ich habe hunger. das klingt doch schlüssig.

die diagnose meiner perversen hausärztin war mal wieder, dass das an meinem vegetarismus läge. die hat in meiner akte allerlei quatsch aufgeschrieben, den ich mal erzählen musste. meinen impfpass (wo der nun wieder rumfliegt), solle ich auch mal vorbeibringen. vielleicht weiss sie ja mehr als ich, und man hat in mir schon eine ganz schlimme krankheit diagnostiziert, die aber erst inkubiert, wenn es eine wissenschaftlich haltbare diagnose gibt.

schlimm auch an arztbesuchen hier: das radioprogramm. und das einzig gute lied, nämlich whitney houston mit i will always love you, spielten sie komplett ohne den vokalen vorspann. überhaupt hetzen die, obwohl das hörbar doch eher ein rentnersender ist, sich da ganz schön durchs programm. die talk-in-beiträge von anrufern sind so schrecklich abgehackt und unmenschlich im reaktionstempo, ich glaube fast der ganze tag bei denen ist vorproduziert.

vorm einschlafen noch sah ich einen wunderbaren film.



überhaupt schöne, gute filme aus der bibliothek erstanden. serpico mit al pacino. ich mag ja seine und generell diese 70er-jahre-streetlife-filme sehr. panik im needle park ja auch z.b.
ausserdem eine kinder-von-golzow-episode, die ich noch nicht sah. dann donald duck im wandel der zeit, 1936-19paarnvierzig, oder so heisst das. zudem sah ich mir troja an. äh, nunja.

ach ist das langweilig krank zu sein.
 
 
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25 October 2007 @ 09:48 am
nach 5 stunden schlaf: meine gurgel, das zäpfchen, ist taub, es hängt schlaff herunter und beim schlucken glupscht es immer so mit.
SO kann ich unmöglich meiner callcenteroperatortätigkeit nachgehen.
jetzt also: arzt (nichts ist dämlicher als stundenlang im wartezimmer zu sitzen, um die immer wieder selbe diagnose zu erhalten: grippaler infekt; ruhe und schlaf und hier bisschen was fürn kreislauf, antiobiotika machen wir erst, wenns richtig schlimm wird), bibliothek (filme), zuhause rumhängen (nicht, dass ich das auch sonst schon täte) und auskurieren.
montag abends interview, dienstag sendung.
das passt mir jetzt alles gar nicht, mit der krankheit.

eine flasche schnaps und dann ein langer tiefer, dick in bettdecken eingepackter schlaf; sowas raten einem alte männer bei sowas immer.
 
 
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25 October 2007 @ 02:37 am
jetzt gehts mir ganz prima.
ich höre howe gelb und erinnere mich, wie der mich seit jahren schon immer wieder so unfassbar besänftigt.
so wie daniel johnston damals. grad auch nach der trennung. in der bahn nach berlin und in die andere richtung, ich hörte den so von februar bis april des betreffenden jahres dauernd immer fast nur. und trank so meine 4-5-6 bier während der fahrt, und einmal saß mir ein prof der hiesigen uni gegenüb, von einer anderen fakultät, als auf meinem studentenausweis steht, zum glück, und der meinte: mensch, sie haben aber durst. und ich faselte was von wegen, ich hätte mir das verdient, viel gearbeitet und so. aber ich schrieb von alldem ausführlich und dauernd fucking-drunk in erfolgsflucht.

mit meinem mitbewohner, der heute wiederkam. denn er ist eigentlich nur von mittwoch bis spätestens samstags in greifswald, plauderte ich vorhin ein wenig. er war betrunken, weil er noch mit seinen kollegen saufen und kickern war, so wie jeden mittwoch, ich war auch betrunken, weil ich noch mit mir selber saufen und saufen war, so wie jeden tag. er ist 34 und fängt jetzt seine promotion an, und verdient hier in 20 stunden in der woche, mit seiner halben wimi-stelle, einen nahezu vierstelligen betrag und kauft immer von allem, von milch und butter und pizza und marmelade und mayonaise, das teuerste.

seinen mietanteil bekomme ich dann wohl erst morgen abend. was okay ist, da ich, glaube ich, tagsüber keine erledigungen finanzieller art tätigen muss.

ich werde eh brüllend krank sein, wenn ich, nach dem nachtschlaf, aufwache. ich kenne diesen fiesen halsschmerz, so links da unten im hals irgendwo, so ein komischer schmerz, der normal nicht, aber beim schlucken sehr schmerzt.
die musik ist so schön, ich saufe.
ich bin direkt ein bisschen weniger krank, aber auch nicht gesünder.

würde gern mit irgendwem jetzt zigaretten rauchen. weiss aber, dass das meinem hals nicht .. und ausserdem, hätte ich alleine da jetzt keine lust drauf.

den ganzen nachmittag lang spielte ich daniel johnston lieder vor mich hin und merkte gar nicht, wie die zeit verging. eine erfahrung, die ich lange nicht mehr hatte. ich war wohl regelrecht ein wenig vertieft in die sache.

das blöde ist, dass alle anderen dem-alkohol-zugewandten, meist wirklich taube und stumpfe und dumme leute sind.
und so ertrinke ich abermals allein im ethanol-irrtum.

ich tat das schon in den blog, aber unbedingt anschauen, so zauberhaft, so nett:

 
 
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24 October 2007 @ 11:49 am
meine insomnia geht weiter.
immerhin schaffte ich es heute 4 stunden durchzuschlafen. sah mich gegen 6 im spiegel an, und in tiefe, dunkel umrandete augenkrater.
legte mich nochmal hin, lag rum, und schlief gegen neun, halbzehn nochmal ein. wachte um halb12 auf, mit klebrigen augen, und genau den selben augenringen und stand empört, aber irgendwie doch müde auf.
ein bisschen halsschmerzen schicken sich an.
ich höre howe gelb mal wieder.
der stimmt mich ja immer sehr friedlich.
ich versuchs z.zt. mal wieder blogmäßig.
ich bin schrecklich unmotiviert in den meisten belangen.
und doch irgendwie immer voll drauf, voll da, voll wach, weil schlaflos.
und alle meine pläne für heute scheitern an der kälte da draussen.



es sind diese akkordwechsel, die so schmeicheln.

heute abend bringt mir mein teilzeit-mitbewohner seinen mietanteil von 164 euro. mein überleben für die nächsten 1-2 monate ist also erstmal gesichert. mit toast, müsli und billig-alkoholika.

ach, dann halt kaffee.
 
 
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20 October 2007 @ 10:36 pm
nach der bibliothek heute mittag, wollte ich, am dom vorbei, zur arbeit, dort war alles abgesperrt, und eine kleine menschenmenge tuschelte. zwei polizeiwagen standen dort. beklemmend ruhig war es. einer der tuschelnden sagte mir, es sei wohl jemand gesprungen, da hinten läge auch eine leiche. ich schaute reflexartig wo er hin zeigte, und es war ein regloses menschgroßes etwas unter weisser abdeckung zu sehen. kein blut. die anwesenden zerstreuten sich nach und nach, so auch ich, woanders hin, und neue tuschler kamen. es war kein großes aufsehen, kein gaffen, es waren nur so 3,4,5 leutchen da. etwas schreckliches passierte, ohne, dass groß jemand notiz nahm.

mir war kotzübel, ich war kreidebleich, und fuhr zur arbeit.


In der vorpommerschen Stadt Greifswald hat sich ein Mann vom Dom gestürzt. Nach Angaben der Polizei hatte der 56-Jährige zuerst seine Frau in der Wohnung erstochen und dann die Aussichtsplattform des Gotteshauses erklommen.

Bevor er sich 60 Meter in die Tiefe stürzte, habe er noch die Polizei per Handy von seinem Schritt informiert, sagte ein Beamter. Die herbeigeeilten Polizisten hätten ihn jedoch nicht mehr am Sprung hindern können. Die Ursache sei noch unklar, die Tat erscheine aber gut vorbereitet, sagte der Sprecher. Das Ehepaar soll zwei erwachsene Kinder gehabt haben.

Auch der Sohn, der ebenfalls vom 56-Jährigen angerufen worden war, hatte den Vater nicht mehr umstimmen können.


(quelle)
 
 
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20 October 2007 @ 09:35 pm
ich sehe sicherlich ziemlich elend aus.
ich arbeitete 5 stunden lang, kam heim, schulterte einige beutel mit leeren bierflaschen und ging vom pfand einkaufen. ich hab mir ein wenig angewöhnt meine schnieksten jackets anzuziehen, wenn ich so eine massen-bierpfand-aktion starte. um nicht ganz so versoffen auszusehen, und um den ganzen irrsinn schlicht so bisschen zu brechen.

am bierflaschenrückab-o-maten stand ein kleiner, vielleicht irgendwas um die 1,60nochwas kleiner mann. im grunde sicherlich ähnlich alt wie ich, wenn nicht gar jünger. in bomberjacke, und generell eher kantig gebaut. mit unfassbar dämlichem gesicht und ebenso knackbescheuerter frisur obendrauf. er hatte etwas extrem fieses an sich. so eine fiesheit, die einem enttäuschtsein herrührt, und der großes garstigsein und potentielle gewalt inne wohnt. er schaute mich bohrend an, und ich fragte mich, was er dachte, jedenfalls aber schien er sich explizite gedanken zu machen. eigentlich sah er so aus, als brächte er mich gleich um.

und das erlebe ich sehr oft. mein bloßes anwesendsein bringt leute dazu mich verhauen zu wollen. t. meinte mal ich hätte eher ein deeskalierendes gesicht, und das sei eigentlich quatsch, dass ich das so empfände. a. meinte aber mal ich brächte die leute mit meiner neckischen ausgeglichenheit, die ich betrunken in viriler aktivität ausstrahle, in rage.

auf arbeit heute saß mir virginie gegenüb.
wir kennen uns noch aus berlin, weil mal eine freundin, mit der sie sich dann aber, damals, alsbald verkrachte, in meine schule ging, so gut 3 jahre drunter oder so. und irgendwie verbrachten wir mal in berlin zeit miteinander. absurd war das. das war zu meiner zeit, als ich nun wirklich ganz und gar nicht wusste, wie das geht, mit leuten zeit zu verbringen, generell zu-mehreren sein.
und jetzt studiert sie seit geraumer zeit in greifswald, und ist ganz und gar nicht mehr diese hole-hörende rasta-schnute, die sie damals war, sondern jetzt ein blond-strähniges lippgloss-girl, die manchmal ziemlich dämliche sachen von sich gibt, ausländer betreffend. aber generell ein recht einfangendes gesicht hat.

ich kaufte kaffee ein. eigentlich ein absolutes no-no, in meiner finanziellen lage. zwischen dem plus-billig-kaffee und melitta-markenstoff, bestanden lediglich 50 cent preisunterschied, weil letzterer um fast einen euro reduziert war, und also kaufte ich den, und trinke den jetzt, und ein bisschen tut er auch seine wirkung.

diese party, die der pehle hier heute noch veranstaltet. sechs stunden bis freier eintritt. ich habe noch 23 euro für keineahnungwielange. dieser club, in dem das stattfindet, ist eher arg blöde, vom innenleben, der ausstattung, und der möglichkeit mal-eben-raus-zu-gehen.

ich glaube ich müsste auch bisschen kichern, wenn ich das ganze kiffbräsige volk da beim tanzen zu dubstep besehen würde. ich stelle mir das ja ähnlich kehlig, also kniekehlig vor, wie den gesang der mcs da und wie das alles heisst.

ich durchmesse den garten des lebens mit der naivität eines jungkaters und bekichere alles in-sich-ernst-scheinende.

und die musik!
 
 
Current Music: gabriel ananda - doppelwhipper (supermayer remix)
 
 
 
 

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